Lebenslauf (lang)

Mein Leben in der Welt des Handballs 


Geburt 1972. Handball im Gymnasium kennengelernt.

Schnell merkte ich, dass mich Sport allgemein (Handball speziell) und Englisch sehr interessieren, genau diese beiden Fächer studierte ich später (Lehramt für Hauptschulen). Vorerst sammelte ich Erfahrungen als Spieler (Jugend- und Juniorennationalteam AUT, Teilnahme an der Junioren-WM in EGY 1993, Vizestaatsmeister mit Linz, 1. und 2. Liga mit St. Pölten), parallel dazu als Nachwuchstrainer in St. Pölten. Dort hatte ich das Glück mehrere Nachwuchsteams mit hoch talentierten Spielern zu coachen (mehrere Spitzenplatzierungen in Niederösterreich und Österreich, Staatsmeister MJC 1999). Ich erlebte mehrere teilweise sehr unterschiedlich agierende Trainer: In den Nationalteams coachten mich Mag. Helmut Höritsch, Mag. Christian Tiefenböck und am längsten Mag. Roland Marouschek, der mit unserem 72er Jahrgang die Qualifikation für die WM schaffte. Bei Linz spielte ich meine erste Staatsliga A Saison unter Zygfryd Kuchta und Mag. Walter Schenk. Am längsten auf Vereinsebene coachte mich bei St. Pölten Istvan Szilagyi (Vater von Viktor), der mir auch fallweise Feedback zu meiner Arbeit mit den Burschen gab.

Mehrere Spieler, die ich in dieser Zeit bei St. Pölten coachte, wurden Staatsligaspieler, Legionäre, Jugend- und Juniorennationalspieler, manche sogar österreichische Nationalspieler wie Damir Djukic, Markus Wagesreiter oder Wolfgang Filzwieser.

Inzwischen unterrichtete ich parallel zu meiner Tätigkeit als Spieler, Nachwuchscoach und Student (Erziehungswissenschaften & Selbstgewählte Fächerkombination aus Psychologie und Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien) mit einer vollen Lehrverpflichtung. Im Schuljahr 1996/97 konnte ich keiner durchgängigen Nachwuchstrainertätigkeit nachgehen, da ich mein erstes Dienstjahr an der Sporthauptschule Laa an der Thaya absolvierte, zwar reduziert traineren konnte, doch aufgrund der räumlichen Entfernung leider nicht coachen konnte. Ab dem Schuljahr 1997/98 unterrichtete ich dann an der Sporthauptschule St. Pölten, und nahm sofort die Arbeit mit Jugendlichen auf Vereinsebene (Union St. Pölten, SG St. Pölten/ Wilhelmsburg) wieder auf.

In der Saison 1998/99 beendete ich meine Spielerkarriere bei St. Pölten, konzentrierte mich auf die Schiene „Nachwuchscoaching & Handball in der Schule“ und begann die Trainerausbildung Handball, die ich etwa zeitgleich mit meinem zweiten Studium mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss (österreichische A-Lizenz).

2002 schloss ich mich dem damals regierenden Meister A1 Bregenz Handball als Nachwuchscoach und der toll strukturierten Sporthauptschule Bregenz Vorkloster als Lehrer an, half mit die von Mag. Roland Frühstück erfundene Handballakademie aufzubauen und arbeitete mit mehreren Spielern zusammen, die es später in die HLA Mannschaft schafften, wie Julian Rauch, Chrissi Winkler oder Petar Roganovic.

Parallel dazu begann ich als Lehrbeauftragter für den Österreichischen Handballbund bei der Trainerausbildung zu unterrichten und nahm die Arbeit als Co-Trainer des Österreichischen Jugendnationalteams weiblich (Jahrgang 1990 mit den späteren Damenteam Spielerinnen Beate Scheffknecht, Julia Hämmerle, Sabrina Stumvoll, Steffi Kaiser, Kathi Doppler und Sonja Frey) auf, mit dem wir uns für zwei Europameisterschaften qualifizieren konnten. Wir spielten 2007 bei der EM in der Slowakei und 2009 bei der EM in Ungarn. Zusätzlich durften wir im Sommer 2007 am EYOF (European Youth Olympic Festival) in Belgrad teilnehmen. Im Jahr 2008 nahmen wir beim European Open in Göteborg. Lauter große sensationelle Turniere.

2008 wechselte ich für eine Saison zur Eintracht Hildesheim nach Niedersachsen, wo ich unter anderem für die MJB als Cheftrainer zuständig war und mit einer ebenfalls hoch talentierten Mannschaft (Jahrgang 1992) Meister in Niedersachsen wurde und sogar den Norddeutschen Vizemeistertitel erreichte. Parallel dazu lernte ich die äußerst nachahmenswerte Veranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“ kennen, als ich mich als Coach des Niedersächsischen Meisterteams – dem Gymnasium in Elze – für das in Berlin stattfindende Finalturnier qualifizierte und dort den 5. Platz erreichen konnte. Die Kontakte nach Norddeutschland bestehen noch bis heute, einmal im Jahr bin ich bei den dort stattfindenden Torwarttrainerseminaren als Referent für den Niedersächsischen Handballverband tätig. In dieser Zeit lernte ich die Oberliga MJB in Niedersachsen kennen, scoutete sehr viel, da ich keinen einzigen Spieler und Trainer dieser Liga kannte und erwarb die deutsche B-Lizenz.

In der darauffolgenden Saison (2009/10) war ich als Sportdirektor bei den Herren der Union St. Pölten tätig, wo wir hauchdünn den Klassenerhalt in der zweiten Liga sicherten. Die von mir gecoachte männliche U12 Mannschaft wurde Landesmeister und belegte den 4. Platz bei den Österreichischen Meisterschaften in Ferlach. Parallel dazu war ich weiterhin ÖHB Trainer und nahm die Unterrichtstätigkeit an der Sporthauptschule St. Pölten auf, die mittlerweile in eine Sportmittelschule umfunktioniert wurde.

In den darauf folgenden drei Saisonen (2010/11, 2011/12,  und 2012/13) arbeitete ich als Spartentrainer Handball im Oberstufenrealgymnasium für Leistungssportler (ORGL) St. Pölten und half mit, mehrere Jugendliche auf österreichisches Erst- und Zweitliganiveau zu bringen, einige erhielten sogar Einberufungen von den Nachwuchsnationalteams: Nico Weilguny, Marko Simek und Alex Pils. In dieser Zeit lernte ich enorm viel aus dem Bereich des Athletiktrainings, arbeitete mit mehreren Sportwissenschaftlern vom TKZ Weinburg zusammen (Mag. Walter Hable, Philipp Unfried und Mag. Stefan Schwaiger).
Parallel dazu nahm ich 2010 die Arbeit als Cheftrainer des Österreichischen Jugendnationalteams weiblich (Jahrgang 1994) auf, mit dem ich mich abermals für eine Europameisterschaft qualifizieren konnte. Wir waren die drittgesetzte Mannschaft und setzen uns in Dänemark (deutliche Niederlage) knapp gegen Serbien und die Türkei durch. Damals arbeitete ich mit Martin Gerstenecker zusammen, der in dieser Nationalmannschaft als Co-Trainer fungierte. Im Jahr 2012 – nach dem European Open in Göteborg (8. Platz) – übergab ich diese Nationalmannschaft an den Juniorinnentrainer Helfried Müller.

Bereits 2010 wurde mir die besondere Ehre zuteil, als Coaching Lecturer für die EHF  ausgewählt zu werden. Ich wurde unter anderem für mehrere Seminare in England nominiert, was mir vor allem in meiner Funktion als leidenschaftlicher Englischlehrer sehr große Freude bereitete, weil ich die britische Atmosphäre sehr schätze.

 

In den ersten Monaten dieser neuen Tätigkeit erreichte mich auf www.coach-filz.com unter anderem auch eine Anfrage von Alberto Unjima aus Uganda, den ich seither etwa zwei Mal jährlich mit Handballutensilien aus meinem Umfeld und Skripten versorge. So freuen sich die afrikanischen Youngsters über Schuhe, Dressen, Bälle, Schützer und vieles mehr. Auf Facebook habe ich dazu die Gruppe „We support Handball in Uganda“ gegründet, und es macht mich sehr stolz, wenn „meine“ ehemaligen SpielerInnen mich hier unterstützen.

Im November 2012 kam mein Sohn Nick zur Welt, seither unterrichte ich weniger und kümmerte mich zwischen September 2013 und Anfang Jänner 2014 um ihn, da mir von meinem Dienstgeber die Väterkarenz genehmigt wurde.

Seit Anfang 2014 bin ich als Co-Trainer von Simona Spiridon für das Mädchennationalteam Jahrgang 1998 zuständig.

Neben meiner Unterrichtstätigkeit an der Sportmittelschule St. Pölten/ Harland bin ich als Referent für die Pädagogische Hochschule Vorarlberg und die Pädagogische Hochschule Niederösterreich tätig. Meine Schwerpunkte dort sind unter anderem „Koordination“ und „Ballspiele“.

Weiters bin ich bei Handballkursen an den Sportakademien in Wien, Linz, Graz und Innsbruck als Lehrbeauftragter tätig. Dort sind meine Schwerpunkte vor allem „Methodik und Didaktik“, „Entwicklung der Offensiven Deckung“ und „Koordination“.

Vision
Mir taugen einfach Lernsituationen, und ich merke, dass mich die Arbeit mit positiv motivierten Menschen sehr motiviert. Wenn mich etwas begeistert, dann arbeite ich gern viel. Als Teamplayer finde ich besonders toll, wenn es gelingt, gemeinsam mit anderen Menschen Ideen und Projekte umzusetzen, und man danach sagen kann: „Wir haben etwas gelernt.“ Nach dem Motto:

Small minds discuss people.
Average minds discuss events.
Great minds discuss ideas.

4 Antworten auf Lebenslauf (lang)

  1. Beeindruckend, echt! Ganz kleine Handbälle fließen da durch die Blutbahn.

  2. Lisi sagt:

    Toller Lebenslauf, da denk ich doch gerne an die Zeit zurück als wir Kollegen in der MS Bregenz Vorkloster waren und hoffe natürlich wieder auf tolle Fortbildungen in Vorarlberg von dir. 😉 Mach weiter so Roman! LG Lisi

    • admin sagt:

      danke lisi – nächstes Schuljahr wird es leider nichts, doch vielleicht 2015/16 wieder. ich würde mich freuen 🙂 mfg aus innerösterreich

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